Interview mit Dr. Mark Dolezal
„Wir wollen ELABO weiter erfolgreich machen und auf das nächste Level heben“ – Interview mit Dr. Mark Dolezal | Bildnachweis: ELABO GmbH

„Wir wollen ELABO weiter erfolgreich machen und auf das nächste Level heben“

Interview mit Dr. Mark Dolezal, Geschäftsführer der ELABO GmbH

Seit Juli 2020 sind Timo Henkelmann und Dr. Mark Dolezal neue Geschäftsführer der ELABO GmbH. Wir haben sie gefragt, wie sie zu ELABO gekommen sind, was sie für die Zukunft planen und was ihre Visionen für das Unternehmen sind.

Wie war dein bisheriger Werdegang?

Studiert habe ich technische Physik in Graz. Promoviert habe ich dann an der Maschinenbaufakultät in Wien im Bereich Werkstoffkunde und Materialprüfung. Thema meiner Promotion war das Dämpfungsverhalten von heterogenen Werkstoffen. Währenddessen habe ich an einem Forschungsprojekt zur Optimierung der Akustik von Geigen gearbeitet. Als technischer Leiter war ich damals für das EU-Projekt mit zahlreichen Partnern in 5 Ländern zuständig. Eine Universitätskarriere im Anschluss habe ich dann aber ausgeschlagen und mich für einen Weg in der freien Wirtschaft entschieden. So bin ich dann 2002 bei Philips eingestiegen. Dort war ich zunächst als Prozessingenieur in der Lautsprecherfertigung in Wien tätig. Hier wurde ich nach kurzer Zeit zum Abteilungsleiter und betreute den ganzen Bereich Prozessentwicklung & Automatisierung. Und dieses Thema begleitet und begeistert mich bis heute. Zuletzt war ich dort auch ca. ein Jahr interimistisch im Management Board, bevor ich 2014 im Rahmen einer Restrukturierung und der Produktionsschließung in Wien ausgestiegen bin. Das war eine spannende und intensive Zeit in einem tollen Team. Viele große internationale Brands waren unsere Kunden, für die wir sehr viele halb- und vollautomatisierte Linien spezifiziert, beschafft und hochgefahren haben.

Nach meinem Ausscheiden entschied ich mich mein eigenes Ingenieurbüro zu betreiben. Ein Kunde, bei dem ich ein sehr erfolgreiches Projekt in dieser Zeit realisiert habe, hat mir dann eine Stelle als CTO angeboten, die ich annahm. Hier war ich zuständig für die komplette Technik und Produktion, hauptsächlich im Bereich Automotive. Außerdem baute ich die Business Unit Mobile Devices auf, in der wir primär Autofokus-Kameras für den Einsatz in Drohnen und Mobile Devices entwickelt haben. Die Optimierung der Produktion war in diesem Zuge auch dort von Erfolg geprägt – das Ergebnis konnte damals deutlich gesteigert werden.
Ende 2017 trat ich dann meine Stelle bei ELABO als Geschäftsbereichsleiter Test-Systems und CTO an.

Wie kam es dazu, dass du zu ELABO gekommen bist?

Das Thema Automatisierung hat sich durch meine gesamte Karriere gezogen – das interessiert und begeistert mich. Daher hat mich auch der Bereich Testanlagen bei ELABO sofort überzeugt. Hier treffen neuste Technologien und Qualität aufeinander – das Potenzial war deutlich zu erkennen.

Du übernimmst gemeinsam mit Timo die Geschäftsleitung. Was sind deine Bereiche und wie ist die Zusammenarbeit?

Meine Hauptverantwortung liegt im Bereich Testsysteme mit Service und Prüffeld, die Geräteentwicklung und Vertrieb, Einkauf, Personal und Finanzen.

Die Zusammenarbeit mit Timo war bisher immer sehr gut und ist von großem Vertrauen geprägt. Wir haben die gleiche Denkweise und dieselben Ziele, die uns antreiben. Wir möchten ELABO voranbringen und gemeinsam die Geschäfte weiterhin positiv entwickeln. Unsere Zusammenarbeit ist sehr konstruktiv, wir tauschen uns ständig aus und bilden uns gemeinsam eine Meinung. Das funktioniert einwandfrei.

Was ist deine/eure Vision für ELABO?

Wir sehen beide sehr viel Potenzial in ELABO – das möchten wir weiter hervorbringen und ausbauen. Als Grundlage steht hier zunächst die Optimierung von Prozessen und Schnittstellen an. Unser Ziel ist dann eine gesunde Wachstumskurve mit neuen Lösungen und weiteren Branchen, die wir im In- und Ausland bedienen. Auch gerade den Bereich Software möchten wir weiter forcieren.
Bei ELABO haben wir ein sehr heterogenes Produkt- und Serviceportfolio, mit dem sich eine Erfolgsgeschichte auch in der Zukunft schreiben lässt.

Und wie sehen eure Pläne aus? Welche Themen geht ihr als nächstes an?

Wir sind ein Vorzeigeunternehmen in Bezug auf Digitalisierung. Das möchten wir in allen Bereichen widerspiegeln. Hier setzen wir auf ein neues ERP-System als Basis. Wir möchten uns außerdem neue Impulse von außen holen, was zum Teil schon geschehen ist, aber auch unsere bestehenden Mitarbeiter auf diesen Weg mitnehmen. Frischer Wind von außen und die langjährige Erfahrung unserer Kolleginnen und Kollegen sind eine gute Mischung, die ELABO nach vorne bringen wird. Uns ist außerdem ein offener Umgang wichtig, in dem Ideen und Kreativität der Mitarbeiter gefördert werden. Die Eigenverantwortung und Partizipation der Mitarbeiter stärken und ein Austausch auf Augenhöhe – da sind Timo und ich uns einig – sind wichtige Aspekte, die in Zukunft stärker in den Mittelpunkt rücken werden.
Insgesamt soll ELABO so moderner, schlagkräftiger und effizienter werden.

Was sind die größten Herausforderungen?

Wir wissen wo wir hinwollen und müssen uns damit den Anforderungen des Marktes stellen und anpassen. Diesen Veränderungsprozess mit der Summe an anstehenden Themen ist eine Herausforderung an sich. Dabei müssen wir es schaffen, die gesamte Belegschaft mitzunehmen und die Barrieren für jeden einzelnen Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten.

Wie gestaltest du deinen Ausgleich zum Büroalltag?

Wenn am Freitag das Wochenende beginnt und ich mich auf den Weg in meine Heimat Wien mache, kann ich schon unterwegs ein bisschen abschalten. Da ist allein schon die räumliche Distanz ein Vorteil. Zu Hause angekommen, warten meine beiden Kinder (11 und 13 Jahre) und meine Frau schon auf mich, um mir alle Neuigkeiten zu erzählen. Wir sind mittlerweile fast 25 Jahre glücklich verheiratet. Wir beide teilen die Leidenschaft zu Reisen – waren gemeinsam unter anderem schon in sehr vielen Ländern Europas, den USA, Afrika, der Karibik und in  Mauritius. Ziele gehen uns nicht aus: als nächstes möchten wir einmal nach Asien oder Südamerika bereisen.

An den Wochenenden steht die Familie für mich immer im Fokus. Gemeinsam gehen wir Radfahren, Schwimmen oder wandern – sind einfach gemeinsam unterwegs. Außerdem gehen wir viel zusammen ins Theater, ins Musical oder auf Konzerte. Auch unsere Kinder führen wir an das Thema Kultur heran und haben für beide auch ein Theaterabo.