Interview mit Timo Henkelmann
„Meine Zeit bei Würth hat mich geprägt – jetzt bin ich froh meine Visionen bei ELABO zu verwirklichen und viel Positives bewegen zu können“ – Interview mit Timo Henkelmann | Bildnachweis: ELABO GmbH

„Meine Zeit bei Würth hat mich geprägt – jetzt bin ich froh meine Visionen bei ELABO zu verwirklichen und viel Positives bewegen zu können“

Interview mit Timo Henkelmann, Geschäftsführer der ELABO GmbH

Seit Juli 2020 sind Timo Henkelmann und Dr. Mark Dolezal neue Geschäftsführer der ELABO GmbH. Wir haben sie gefragt, wie sie zu ELABO gekommen sind und welche Visionen sie für das Unternehmen haben.

Wie war dein bisheriger Werdegang?

Begonnen hat meine Laufbahn bei der Adolf Würth GmbH und Co. KG. Hier habe ich 2000 mein duales Studium an der – damals noch – Berufsakademie in Mosbach gestartet. Während des Studiums habe ich viele Abteilungen bei Würth durchlaufen und gleichzeitig studiert. Gegen Ende meines Studiums bin ich zur Würth Industrie Service in Bad Mergentheim gewechselt. Dort waren 2003 nur etwa 150 Mitarbeiter beschäftigt. Das hat mir persönlich gut gefallen, da man in einer kleineren Firma eben auch immer in direktem Kontakt zur Geschäftsführung steht und seine Kollegen kennt. Zu Beginn war ich dort im Key Account Management für den Industriesektor im Innendienst zuständig. Nach ein paar Jahren habe ich dann im Außendienst die Großkundenbetreuung in der Region Bielefeld übernommen. Dort hat sich dann auch meine Begeisterung entwickelt, mit den Kunden gemeinsam etwas aufzubauen und ihnen einen Mehrwert zu bieten. Die letzten Jahre habe ich dann die Verantwortung für das Key Account Management Deutschland übernommen.

Insgesamt war ich 18 Jahre lang in verschiedenen Stationen bei Würth beschäftigt und diese Zeit hat mich auch maßgeblich geprägt.

Wann hast du ELABO „kennengelernt“?

Als alter Crailsheimer war mir ELABO eigentlich schon immer ein Begriff. Auch meine Tante und ihr Lebensgefährte haben lange bei ELABO gearbeitet. 1994 habe ich dann auch einen Ferienjob bei ELABO in der Logistik gemacht.

In meiner späteren Zeit bei Würth gab es immer wieder Kontakt zu ELABO. Bei einem Vortrag, den ich zum Thema Smart Factory gehalten habe, kam dann der Kontakt zum damaligen Geschäftsführer Thomas Hösle zustande. Hieraus folgten gemeinsame Kundengespräche, denn die Produkte von Würth ergänzen die vernetzten Arbeitsplätze der ELABO gut.

Was war der ausschlaggebende Punkt, dass du zu ELABO gekommen bist?

Die Zusammenarbeit mit ELABO war immer sehr interessant und hat mir großen Spaß gemacht. Insbesondere die Innovationskraft von ELABO hat mich überzeugt. Während dieser Zeit habe ich bereits einige Kollegen bei ELABO kennengelernt.

Letztlich wurde mir dann angeboten, bei ELABO einzusteigen und hier Verantwortung zu übernehmen. So bin ich im September 2018 in der Geschäftsbereichsleitung bei ELABO eingestiegen.
Die Entscheidung für ELABO war auch ein bewusster Schritt in eine Firma mit weniger Mitarbeitern, als dies bei der WIS der Fall war. Man kann viel bewegen und hat große Gestaltungsmöglichkeiten – und diese Herausforderung ist jeden Tag ein neuer Ansporn.

Ein weiterer Punkt war sicher auch meine Familie. Aus den täglich zwei Stunden Fahrt nach Bad Mergentheim hin und zurück sind jetzt ca. 5 Minuten geworden. Und meine beiden Töchter freuen sich mit ihren 5 und 7 Jahren auch immer sehr, wenn ich ab und zu auch mal zum Mittagessen nach Hause kommen kann.

Du übernimmst gemeinsam mit Mark Dolezal die Geschäftsleitung – wie ist die Aufgabenteilung?

Mark und ich – das hat sich in den letzten Monaten bereits gezeigt – ergänzen uns gut in unserer Zusammenarbeit. Die eher technischen Bereiche, wie die Bereiche Test- und Prüfanlagen, Geräte und Service übernimmt Mark. Die Bereiche Vertrieb und Marketing, Logistik und Produktion sind bei mir angesiedelt.

Mark und ich verstehen uns sehr gut, können aber auch kontrovers diskutieren, um dann gemeinsam eine Lösung zu finden. Das schätze ich sehr.

Was ist deine/eure Vision für ELABO?

Das ist ein Thema, woran wir gerade gemeinsam intensiv arbeiten. Im Fokus stehen insbesondere ein stabiles und kontinuierliches Wachstum sowie die Sicherheit für alle Kolleginnen und Kollegen gerade in der jetzigen Zeit.
Auch die Themen Digitalisierung und Export sind Themen, die wir gemeinsam vorantreiben wollen. Wichtige Aspekte sind außerdem die Optimierung von Prozessen im Unternehmen und Schnittstellenbereiche effizient zu gestalten.

ELABO ist eine starke Marke, die wir auch in Bereichen etablieren möchten, in denen wir bisher noch nicht so stark vertreten sind.

Und wie sehen eure Pläne aus? Welche Themen würdest du gerne bei ELABO als nächstes angehen?

Wir sind der Meinung, dass ein Unternehmen immer von den Menschen lebt und so stehen gerade viele Veränderungen an und wichtige Weichenstellungen werden getroffen.
Ein wichtiges Unterfangen und Basis für viele weitere Projekte ist zudem die Umstellung auf eine neue Version unseres ERP-Systems Navision.
Ein Highlight wird auch ein Zukunftsprojekt im Bereich Arbeitsplatzlösungen sein, das im Frühjahr 2021 ansteht.

Welche Herausforderungen siehst du?

Gerade ist natürlich Corona eine große Herausforderung für viele Unternehmen – ELABO nicht ausgenommen. Keiner kann wirklich abschätzen, wie sich hier alles entwickelt. Im Moment sieht es für ELABO noch gut aus, wir hoffen natürlich alle, dass wir vor einer zweiten Welle verschont bleiben.

Wir versuchen bestmöglich aus der ganzen Krise herauszukommen und sehen diese Zeit auch als Chance. So möchten wir unabhängiger von einzelnen Märkten und Branchen werden und uns breiter aufstellen. Auch vertriebsseitig sind wir gerade sehr aktiv. Außerdem nutzen wir die Chance verstärkt Themen der Digitalisierung zu forcieren. Angefangen von der Datenleitung, über einen Konfigurator für unsere Lösungen bis hin zu automatisierten Bestellabläufen, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Um diese Herausforderungen zu meistern, ist auch der Ausgleich zum Berufsalltag wichtig – was machst du in deiner Freizeit?

Den sportlichen Ausgleich bekomme ich beim Tennis und beim Fußballspielen. Tennis spiele ich beim SV Tiefenbach und Fußball beim VR Altenmünster. Das mache ich schon seit vielen Jahren und das bereitet mir große Freude.
Der wichtigste Ausgleich ist aber die Zeit mit meiner Familie, die wir gemeinsam verbringen.